Sonntag, 30. August 2020

Tag 14: Graz bis Semmering

Graz bis Semmering:


Ursprünglich wollte ich über Mönichkirchen und somit über den Wechsel nach Wien fahren. Ich hab mich aber spontan umentschieden und mir ein Zimmer am Semmering gesucht. Rückfahrt über den Semmering und die Adlitzgräben. :-) Ich frühstückte zeitig in der Früh mit meiner Familie und fuhr kurz nach 8 Uhr los. Rechts - links - rechts - links - rechts (oder so ähnlich) zum Ufer der Mur, um dem Murtalradweg zu folgen.

















Nach ca. 2 Stunden Fahrt begann es leicht zu regnen, so dass ich mein Gepäck und mich regendicht machen musste. Eine Stunde lang hielt der leichte Regen an, danach kam wieder die Sonne hervor. SEHR erfreulich, da der Wetterbericht ursprünglich Regen für den ganzen Tag gemeldet hatte. Ein kurzer Kaffee-Stopp bei Sonnenschein bei einem Radlstadl in Pernegg kam mir sehr gelegen.



Das ist übrigens NICHT mein Fahrrad! :-)


Auf dem Murtalradweg blieb ich bis Bruck an der Mur.



Ab Bruck fuhr ich im Wesentlichen auf der Bundesstraße weiter und wich nur gelegentlich auf den nahegelegenen Radweg aus (anfangs war es der Mürztalradweg, später der Semmeringradweg). Leider verdichteten sich die Wolken am Nachmittag wieder, und es schüttete zeitweise so heftig, dass ich Schutz suchte.


Ungefähr 1 1/2 Stunden lang fuhr ich im mehr oder weniger starken Regen. Danach kam auf einmal wieder die Sonne hervor. Wie im April!


Bei Sonnenschein erreichte ich die Passhöhe vom Semmering. Mein Hotel ist etwas oberhalb der Passhöhe mit einem traumhaften Blick Richtung Semmeringbahn und Polleroswand!


















Gesamtstrecke 119,91 km
Zeit in Bewegung 7 h 05'
Gesamtzeit 10 h 28'
Temperatur in der Früh 12 °C, tagsüber bis zu 24 °C
von sonnig über bewölkt bis Regenschauer war alles dabei

Summe aller Steigungen: 1.201 m
Höhe Graz: 345 m ü NHN
Höhe Semmering: 1.021 m ü NHN

Tag 13: PAUSE

PAUSE in Graz

Freitag, 28. August 2020

Tag 12: Wolfsberg bis Graz

Wolfsberg bis Graz:


Wie schon erwähnt hab ich mir gestern Abend noch mein Frühstück organisiert, das ich heute zeitig in der Früh gegessen hab. Den Kaffee von gestern hab ich mir am Herd aufgewärmt. Und so konnte ich richtig früh starten.  Immerhin hatte ich die Pack vor mir! Um 7 Uhr 30 fuhr ich los. Mein Hotel war direkt an der B 70, die bis Graz Packer Straße heißt.

Anfangs war die Straße noch stark von Autos und LKWs befahren. Das ließ aber allmählich nach. Es gibt ja in der Nähe eine Autobahn. Und nur im Umkreis von Wolfsberg, wo viele Firmen und Fabriken angesiedelt sind, fahren viele auf der Bundesstraße. Aber ein paar km nach Wolfsberg war ich fast schon alleine auf der Packer Straße, die moderat bergauf ging. In Twimberg begann der eigentliche Anstieg. So gefürchtet hatte ich mich vor dem Packsattel. Und dann war er harmlos. 17 km ab Twimberg für ca. 600 Höhenmeter (ab Wolfsberg sind es ca. 770 Höhenmeter) bei einem Steigungsgrad von bis zu 9 %. Aber die Pack ist richtig schön! Ich fuhr teilweise einen Bach entlang, meistens durch Wald oder eine Wiese, sah Kühe, ab und zu fuhr ich durch ein Dorf. Die Straße war kurvenreich mit ein paar Kehren. Alles schattig bei angenehmen Temperaturen. Ich fand’s einfach super!


















Die obigen Fotos sind unterm Fahren aufgenommen.

Der Sattel selbst zog sich über 5 km. Ich war bereits höher, bevor ich die Tafel erreichte. In der Nähe der Tafel ist auch die Landesgrenze zwischen Kärnten und der Steiermark.



Und danach ging’s bergab. Und wie! Bis Köflach.



Ich blieb auch nach Köflach mehr oder weniger auf der B 70, ab und zu fand ich einen Radweg in der Nähe. Graz erreichte ich um 16 Uhr.


Gesamtstrecke 96,19 km
Zeit in Bewegung 6 h 39'
Gesamtzeit 9 h 24'
Temperatur in der Früh 13 °C, tagsüber bis zu 29 °C
sonnig

Summe aller Steigungen: 1.082 m
Höhe Wolfsberg: 433 m ü NHN
Höhe Graz: 345 m ü NHN

Donnerstag, 27. August 2020

Tag 11: Döbriach bis Wolfsberg

Döbriach am Millstättersee bis Wolfsberg:


Heute war es mir zu spät, erst um 8 zu frühstücken. Ich packte um 7 Uhr alles zusammen und suchte den Bäcker der Region. Ich fand ihn auch und frühstückte dort. Nach dem Frühstück zog ich meine Jacke an. 10 °C waren mir trotz strahlendem Sonnenschein zu frisch für kurze Ärmeln. Einmal ums Eck, raus aus Döbriach und ... bergauf? Ziemlich bergauf? Steil bergauf? Und immer steiler? Bis 13 % Steigungsgrad? Wer hat denn über Nacht einen Berg neben den Millstättersee gelegt? Das war doch gar nicht ausgemacht. Nach dem Anstieg war mir nimmer kalt und die Jacke konnte ich verstauen.

Nach diesem morgendlichen Anstieg peilte ich wieder die Drau an und fuhr auf dem Drautalradweg.




In Villach entdeckte ich Radwegschilder mit der Bezeichnung "Alpe Adria Radweg". Das wäre auch ein Radweg, der mich interessieren würde!

In Velden erreichte ich den Wörthersee.



Mein Mittagessen war sehr dürftig, allerdings mit sehr schönem Blick auf den See.










Leider bekam ich vom Wörthersee meistens nicht viel zu sehen. Der Radweg ist meistens nicht nah genug am Wasser, manchmal sogar am gegenüber liegenden Gehsteig. Ich war eher enttäuscht. Durch Klagenfurt kam ich fast ausschließlich auf Radwegen gut durch, ohne mich zu verfahren. Nach Klagenfurt fuhr ich auf der B 70 weiter. Der Radweg hätte für mich zu viele Kilometer bedeutet. Meine Etappe war so schon lang genug.

Einen weiteren kurzen Anstieg bescherte mir der Völkermarkter Stausee. Ich sah ihn leider nur von der Ferne.


Kurz vor Wolfsberg ging es über den Griffner Berg. Ein Übungsberg für die morgige Etappe. Morgen steht die Pack auf dem Programm.

Mein Self Check in - Hotel in Wolfsberg direkt an der Packer Straße erreichte ich um 18 Uhr 50 nach mehr als 131 km. Mein Frühstück für morgen hab ich mir bereits organisiert. Ich werde im Zimmer frühstücken, damit ich zeitig losfahren kann.

Gesamtstrecke 131,42 km
Zeit in Bewegung 8 h 03'
Gesamtzeit 11 h 25' (inkl. Frühstücken beim Bäcker im Ort)
Temperatur in der Früh 10 °C, tagsüber bis zu 28 °C
sonnig

Summe aller Steigungen: 1.100 m
Höhe Döbriach: 603 m ü NHN
Höhe Wolfsberg: 433 m ü NHN

Mittwoch, 26. August 2020

Tag 10: Heiligenblut bis Döbriach

Heiligenblut bis Döbriach am Millstättersee:


Heute hatte ich wieder ein gemütliches spätes Frühstück (8 Uhr). Es hatte 11 ° C, die Sonne schien und der Großglockner war gut zu sehen.


Um 8:30 Uhr saß ich auf meinem Rad. Raus aus dem Ski-/Fahrradstadel und die 17 %-ige Auffahrt zur B107, der Großglockner-Bundesstraße (wie sie ab Heiligenblut heißt), rauf. Von nun an ging’s bergab. Und wie! Kehren, Kurven, und ich fuhr rasant talwärts.

In Winklern änderte ich spontan meinen ursprünglichen Plan, das Mölltal entlang bis zum Millstättersee zu fahren, dem kürzesten Weg mit den wenigsten Anstiegen. Stattdessen fuhr ich den Iselsberg hinauf, um wenigsten einen Pass des Tages im Programm zu haben.


Der Anstieg war harmlos. Der Iselsberg ist erst von der anderen Seite anspruchsvoll! Die Abfahrt Richtung Lienz war richtig steil, hatte einige Kehren und Kurven, und ich verlor mehr als 550 Höhenmeter. Herrlich! Richtig toll runterzufahren! Für’s nächste Mal vielleicht eine Herausforderung. :-)




Kurz vor Lienz bog ich in die B 100, die Drautalbundesstraße ein. Lang hielt ich es nicht aus auf der Bundesstraße. Die vielen Autos und LKWs, die knapp an mir vorbeirauschten, bewogen mich dazu, den Drautalradweg zu suchen. Eine sehr gute Entscheidung. Ich war mitten in der Natur und genoss die Fahrt.












Auf dem Drautalradweg blieb ich schließlich bis Sachsenburg. Danach fuhr ich auf verschiedenen Landstraßen, bis ich ein Taferl "Millstättersee Radweg" entdeckte. Den Millstättersee fuhr ich das Nordufer entlang bis Döbriach, meinem Etappenziel.



Mein Quartier mitten im Ort erreichte ich um 18 Uhr 20 nach 120 km.

Gesamtstrecke 120,01 km
Zeit in Bewegung 7 h 02'
Gesamtzeit 9 h 54'
Temperatur in der Früh 11 °C, tagsüber bis zu 26 °C
sonnig

Summe aller Steigungen: 942 m
Höhe Heiligenblut: 1.265 m ü NHN
Höhe Döbriach: 602 m ü NHN

Dienstag, 25. August 2020

Tag 9: Bruck an der Großglocknerstraße bis Heiligenblut

Die Königsetappe:


Mein Wecker läutete um 5:30 Uhr, um 6:30 saß ich bereits beim Bäcker im Ort und frühstückte. Um 7 war ich unterwegs Richtung Ferleiten. Ja, ich wollte noch einmal über den Großglockner fahren. Ich startete so früh, um Bedingungen wie auf der Südosttangente auf der Großglockner Hochalpenstraße zu vermeiden. Ganz ist es mir nicht gelungen. Autos, Motorräder, ab und zu ein Fahrrad. Alles tummelte sich bereits um 8 Uhr auf der Panoramastraße.

5 Grad zeigte mein Thermometer beim Wegfahren an. Die Landschaft war ein wenig wolkenverhangen. Aber in Ferleiten überwog nur noch die Sonne.



Meine Jacke verstaute ich wieder in der Packtasche. Beim Radeln wird einem ohnehin warm. Diesmal hatte ich Begleitung von zwei Deutschen. Der eine fuhr in etwa mein Tempo, der andere fiel bald zurück. Ich bin den Glockner ja bereits im Juni gefahren und schaffte es bis zum Parkplatz Fuscher Törl ohne Absteigen. Diesmal musste ich in der Hexenküche einen Zwischenstopp einlegen. Ich hatte Gepäck für 2 1/2 Wochen dabei, ein anderes Rad mit nicht ganz so guter Übersetzung wie das weiße MTB, vielleicht haben mich auch die vielen Autos irritiert. Nach einem kurzen Stopp fuhr ich den Rest bis zum Parkplatz Fuscher Törl problemlos rauf. Viel fehlte nicht mehr.













Zur Edelweißspitze fuhr ich ebenfalls. War heute ganz Europa hier unterwegs? Chaos auf den Parkplätzen, Chaos auf der schmalen Kopfsteinpflasterstraße. Mittagspause machte ich wieder in der Edelweißhütte.






Auf der Passhöhe Fuscher Törl schaute ich mir diesmal die Gedenkstätte für die verunglückten Bauarbeiter beim Bau der Großglockner Hochalpenstraße genauer an. Im Inneren der Gedenkstätte sind die Namen auf einer Tafel eingraviert.




Weiter ging’s wieder an der Fuscher Lacke vorbei,




rauf auf‘s Hochtor, dem zweiten Pass an der Großglockner Hochalpenstraße,



und runter auf die Kärntner Seite. Herrlich! Meine Felgen wurden brennheiß! Meine Bremsbacken wohl auch. Die beiden Deutschen verabschiedeten sich bei der Abzweigung zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Sie fuhren rauf, ich ließ sie diesmal aus und fuhr auf direktem Weg nach Heiligenblut.



















Die heutige Etappe war sehr anspruchsvoll und anstrengend, aber die Krönung meiner Tour :-) Es ist einfach ein Erlebnis, in den Bergen mit dem Rad zu fahren, das Gebirge zum Greifen nahe zu sehen. Nur die vielen Autos und Motorräder haben ein wenig gestört.

Heiligenblut erreichte ich um 17 Uhr und suchte gleich meine Pension auf.

Gesamtstrecke 53,44 km
Zeit in Bewegung 6 h 11'
Gesamtzeit 10 h 56' (inkl. Frühstück beim Bäcker in Bruck)
Temperatur in der Früh 5 °C, am Berg um die 13 °C, in Heiligenblut bei meiner Ankunft um die 17 °C
sonnig, perfektes Bergwetter

Summe aller Steigungen: 2.137 m
Höhe Bruck: 752 m ü NHN
Höhe Heiligenblut: 1.265 m ü NHN